Donnerstag, 11. Oktober 2012
Wieder einmal ...
Da sitze ich mal wieder ..
und stelle mir die Frage .. warum eigentlich lebe ich noch .. Was gibt es hier für mich zu tun ...
Irgendwie fehlen mir Lust und Motivation .. Ich mag nicht mal mehr die neuen Folgen von Criminal Minds ansehen .. oder auch die neue Serie Arrow turnt mich nicht an ...
Auch wenn ich an den nächsten Bond-Film denke, habe ich so gar keine Lust und nicht einmal das Verlangen, mir diesen überhaupt ansehen zu wollen ...
Da schiesst mir auch durch den Kopf, dass ich irgendwie einfach alleine bin .. da sind nicht wirklich viele Leute, viele Menschen, mit denen ich interagieren könnte ..
Das liegt sicherlich auch an mir, aber es liegt sicher auch daran, dass sie sehr wenige Menschen wirklich für mich interessieren ..
Was mich natürlich zum Schluss bringt, dass ich einfach nicht interessant genug bin, aber auch ein schwieriger Mensch bin ..
Auf der anderen Seite, schon der nächste Gedanken: warum eigentlich trinke ich dieses Kaffeezeugs .. so toll finde ich Kaffee gar nicht .. Da ich Asperger / ADHS bin, kann ich nach dem Zeugs ja nicht einmal süchtig werden .. was wieder heisst, dass ich von heute auf Morgen damit aufhören kann .. und kein Problem damit haben würde.
Der Fernseher läuft bei mir eigentlich nur, damit ich wenigstens virtuelle Menschen um mich habe. Sonst wäre ich ganz alleine und könnte es im schlimmsten Falle ja noch bemerken und mich dabei schlecht fühlen.
Obwohl, schlecht fühle ich mich ja eh schon. Wenn ich draussen bin, habe ich so was von keine Ahnung, was ich machen soll.
Ich spüre diese Leere in mir, und um mich herum. Was gibt es eigentlich auf dieser Welt, dass mir diese Leere nehmen könnte ...
Warum bringe ich es nicht fertig, alles so richtig zu Tode zu denken, bis gar nichts mehr da ist, nur noch die Leere ... das gar nichts hinter all den Dingen .. doch vielleicht gibt es ja noch etwas hinter der Leere. Etwas, das entdeckt werden muss, entdeckt werden will. Warum würde ich mir sonst Gedanken darüber machen.
Vielleicht sehe ich nur hinter den Dingen die Leere, die wirklich leer sind .. und sollte mich mit dem Gedanken beschäftigen, Dinge zu finden, hinter denen ich beim besten Willen keine Leere finden kann. Vielleicht sind das dann die Dinge, die weiter untersucht werden sollten .. die einen tieferen Sinn versteckt haben oder eine ganz neue Welt ..
Donnerstag, 4. Oktober 2012
C.S.I. Season 09 Episode 10
Ich liebe den Schluss dieser Folge .. den Abschied von Grissom ..
Es hat schon etwas, wie die Leute zu ihm kommen, traurig sind, dass er gehen wird .. traurig, dass er am nächsten Tag nicht mehr im Büro sein wird mit ihnen ...
Es ist wunderschön anzusehen, wie er auf dem Weg nach draussen, seine Kollegen ein letztes mal beobachtet, wie sie ihrer Arbeit nachgehen, und wie er dann, mit einem sehr zufriedenen Lächeln, im Wissen, was er alles an Gutem und Besserem, zurücklässt, wie nur schon seine Anwesenheit und sein Verhalten sich positiv auf seine Kollegen ausgewirkt haben und wissen, dass er sicher nicht vergessen gehen wird.
Ich wünsche mir, dass ich auch einmal einen Arbeitsplatz verlasse, mit dem gleichen Wissen, mit den gleichen Gefühlen und mit dem gleichen Lächeln .. stolz auf das bin, was ich gemacht, erreicht und hinterlassen haben werde.
Es ist aber auch ein Lächeln, dass er trägt, im Wissen, was an Gutem und Positivem da draussen, vor dem Büro, auf ihn wartet.
Das ist auch etwas, das ich haben möchte. Rausgehen und genau wissen, wohin ich als nächstes gehe.
Wie jedesmal, wenn ich mir diese Episode ansehe, verlassen mich ein paar Tränen .. Tränen der Trauer, der Freude .. des Lebensmutes ..
So soll es doch auch sein .. ich bin auf jeden Fall froh, dass die Schreiberlinge es sich nicht getraut haben, die Figur Grissom sterben zu lassen .. das wäre dann doch zuviel gewesen ..
Es ist auch toll, wie er am Schluss durch den Dschungel wandert und schliesslich bei Sara landet .. und sie endlich zusammen sein können. Ein würdiger Abschluss für die Figur des Grissom.
Ich denke, jetzt, da ich weiss, ein Asperger-Autist zu sein, mit ein wenig ADHS ... wird mir das möglich sein. Es ist mir jetzt möglich, mein Leben zu verbessern .. und ein schöneres Leben zu führen ..
May the Asperger-Force be with me ...
Sonntag, 29. Juli 2012
Kinder ....
Was soll ich sagen ..
Folgendes ... Im Fernsehen hab ich so einen Fernseh-Daddy gesehen, wie toll glücklich er mit seiner Fernsehtochter und seiner Fernsehfreundin ist .... Da dachte ich .. Ob ich wohl ein guter Vater wäre?
Die Antwort .. ne, ich denke nicht ...
Ich habe schon viel zu viel mit mir selber zu tun .. sei es mit meinen Depressionen ... sei es mit ADHS .. sei es mit Asperger ... Dann dürfte es noch ein wenig dauern, bis ich mein Leben wieder ganz heftig im Griff habe ..
Aber auch so .. ne .. Kinder .. die Nerven hätte ich schon mal gar nicht .. für mich wäre das viel zu viel Arbeit .. jetzt kann man sagen: aber warte, bis du selber Kinder hast .. ne .. dazu müsste ich ja zuerst noch eine Freundin oder eine Frau an meiner Seite haben ... und da würde die Gefahr bestehen, dass sie meine CDs, DVDs und so weiter anfasst und wegräumt, wie sie das Gefühl hat, dass sie eingeräumt werden müssen .. und dann noch im gleichen Bett schlafen?? ja sicher ... das brauche ich auch nicht .. da könnte ich ja gar nicht mehr schlafen ..
Den Fernseher müsste man auch noch teilen ..oder das Radio .. oder was auch immer .. und dann .. wenn man gemeinsam vor dem TV sitzt, müsste man noch ausdiskutieren, was man jetzt anschauen will ..
Dann müsste man noch eine Ordnung halten, mit der beide leben können .. nur, ich hasse es, wenn sich jemand an meinem Bürotisch zu schaffen macht .. dort liegt alles so, dass ich es im Blindgriff finde ... egal wie chaotisch es auch aussehen mag, ich kann blind nach dem greifen, was ich suche und habe es dann auch gleich in der Hand ..
Was soll ich sagen .. so was würde mich so was von fertig machen ..
Ich frage mich gerade, wie viele Streitereien würde es nicht geben, wenn Mann und Frau nicht zusammenleben würden .. wie viele Scheidungen würde es nicht geben, wenn Ehepaare von Anfang an in verschiedenen Wohnungen oder Häusern leben würden??? Man trifft sich ab und zum Sex .. oder zum Essen .... danach geht man wieder seiner Wege .. wenn man reden will .. dafür gibt es ja Skype oder das Hangout oder schlicht SMS und oder E-Mail ...
Warum eigentlich heiraten ...Bis das der Tod euch scheidet .. wieviele Ehemänner oder Ehefrauen wünschen sich schon nach drei oder vier Jahren, dass der Tod doch mal kurz an die Türe klopfen möge ... vielleicht weil sich gezeigt hat, dass die Frau doch einen Putzknall hat oder der Gatte lieber anderen Frauen nachschaut, als der eigenen ... oder die Ehegattin nur faul zu Hause rumliegt und das hart verdiente Geld des Mannes ausgibt .. so dass er sich selber nichts schönes mehr leisten kann ...
Scheissleben, so wie ich das sehe ... warum mit jemandem zusammenleben, wenn es von Anfang an klar ist, dass es immer wieder zu streitereien kommen wird, über Dinge, die so klein und unwichtig sind, dass es eigentlich beiden Parteien so was von peinlich sein müsste ..
Scheisse .. ne ... :-D
Und irgendwann will sie dann noch Kinder und wenn es nach den ersten drei Nächten voller Liebe und Sperma nicht geklappt hat, bekommt sie schon eine Krise und hat dann auch noch Versagensängste und will getröstet werden .. und im schlimmsten Fall geht es dann von Untersuchung zu Untersuchung .. nur damit sich rausstellt, dass es nicht funktioniert, weil er nicht will und sich eine Vasektomie hat verpassen lassen ...
Samstag, 7. Juli 2012
Samstag - Morgen - Kaffee --- und schon ist mir übel ...
Vor ein paar Minuten habe ich mir einen Cappuccino gegönnt und schon ist mir übel. Liegt es an der Milch? An dem Cappuccino-Pulver (das Pulver habe ich aus dem Aldi) oder an dem Assugrin???
Das ist echt scheisse und sehr mühsam. Es gibt Tage, da wird mir von dem gleichen Zeugs nicht übel, an anderen Tagen, so wie heute, trinke ich und schon ist mir schlecht.
So kann es echt nicht weiter gehen. Vielleicht kann mir ja die Ernährungsberaterin weiter helfen. Das wäre schon mal sehr gut.
Es dauert dann jedesmal etwa eine halbe bis zu einer Stunde, bis es mir wieder besser geht und ich wieder den täglichen Geschäften nachgehen kann.
Wenn es ganz dicke kommt, hätte ich nicht übel Lust, mich zu übergeben und alles, was sie noch in meinem Magen befindet, wieder von mir zu geben, nur damit es mir so schnell wie möglich wieder gut geht, oder auch nur schon besser.
Was gibt es sonst noch zu schreiben? Mal sehen, einen Moment bitte.
Ach, ich weiss doch auch nicht. Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, dass mein Leben nie besser werden wird. Ich bin gefangen in diesem Körper, gefangen in diesem ADHS und gefangen im Asperger und eingesperrt mit so vielen Ängsten, die mein Leben ab und zu zu einem Kampf mit epischen Ausmassen aufzublasen scheinen.
Ich würde mich weniger alleine fühlen, wenn ich jemanden in der Nähe hätte, der versteht, wie es mir geht, wie ich mich fühle, mit dem ich reden könnte, ohne Angst und oder das Gefühl haben zu müssen, dass die Gegenseite mich für einen Spinner oder schlimmeres hält.
Es würde ja schon helfen, wenn sich meine Mutter ein wenig mehr für ADHS und Asperger interessieren würde. Damit würde sie mir zeigen, dass sie sich für mich und meine Art zu sein interessiert. Damit würde sie mir auch zeigen, dass sie auf meiner Seite steht. Aber, sie macht das nicht. Sie gibt mir nicht das Gefühl, dass sie sich dafür interessiert und verstehen möchte, was da los ist, was sie machen kann, wie sie mir helfen kann.
Irgendwie habe ich das Gefühl, sie denkt, dass das ganze sich auswächst und eines Tages weg, wie ausgeheilt, ist.
Sie sollte verstehen, dass ich das bin, bis ich tot umfalle. Ich bin ADHS. Ich bin Asperger. Vom Tage meiner Geburt, bis zum Tage meines Todes. Da gibt es keine Ferien davon.
Da fühle ich mich dann einfach nur noch alleine .. verlassen .. und verliere den Glauben an die Menschheit auch schon wieder. Wem kann man schon vertrauen? An wen will man glauben? An wen, wenn man nicht mal an die eigene Familie glauben kann?
Es ist mal wieder einer dieser Tage.
Was mit Reto ist? Ich weiss es auch nicht so genau. Auf jeden Fall hat er mich beleidigt. Hat er wirklich das Gefühl, dass sein "Arschtritt" dazu geführt hat, dass ich mich um die Katzen gekümmert habe? Ja klar, aber sicher, muss ja wohl so gewesen sein.
Oder liegt es wohl eher daran, dass ich schon vor Kilchberg von diesem Wochenende gewusst habe und schon mehr als einmal zugesagt habe, mich um die Katzen zu kümmern, und ob es auch daran liegen könnte, dass ich mich erst an dem Tage nicht mehr um die Katzen kümmern werde, wenn ich tot und begraben bin?
Ich denke mal, es liegt daran, dass ich diese Katzen einfach gerne habe und wenn ich mich schon einmal ein Wochenende lang um sie kümmern kann, dann mache ich das auch. Da gibt es nichts, ausser dem Tod natürlich, dass mich daran hindert.
Da brauche ich keinen Tritt in den Hintern .. da fragt man mich einmal und ich mache es ... da muss man dann nicht noch hundert mal nachfragen .. wenn ich dann auf die Nachfragen nicht mehr reagiere, sollte man vielleicht kapieren, dass man ein oder zweihundertmal zu oft nachgefragt hat. Wenn es um die Katzen geht, genügt es, einmal zu fragen .. wenn ich ja sage, dann ist das ja. Das ändere ich dann auch nicht mehr ab .. nie und nimmer ..
Auf jeden Fall, hat mich Reto beleidigt ..
Sonntag, 24. Juni 2012
Das Hotel in Olten ... und die Arbeit
Was wäre wenn ...
Ich stelle mir gerade vor ...
Es gab eine Zeit, da habe ich in Olten in einem Hotel gearbeitet. Dort habe ich eine junge Dame, gut, sie ist schlappe 10 Jahre älter als ich, kennen gelernt. Sie war zu dem Zeitpunkt, die Nummer 1, also, hatte den gleichen Rang wie Commander Riker auf der Enterprise.
Warum ich mich auch heute noch an sie erinnere? Das liegt daran, dass sie mehr als genug Selbstvertrauen hatte, tough und stark war, ehrlich, lustig, nett und mich mochte. Ach ja, natürlich sah sie auch sehr gut aus, mehr als sehr gut. Brigitte K. Ok, sie war auch noch blond.
Was wäre wenn, wenn sie sich auch in mich verliebt hätte und wir ein Paar geworden wären? Was wäre in meinem Leben anders gelaufen? Lustig. In diesem Fall kann ich es gar nicht abschätzen. Klar, ich hätte mich mit ihr getroffen, wäre mit ihr immer mal wieder in den Ausgang gegangen, wir hätten auch andere Sachen unternommen, ich wäre vor allem viel mehr unter Menschen gewesen. Die Frage ist nur: hätte mir das gefallen?
Wäre ich damit wirklich glücklich geworden, oder hätte mich auch dieser Weg hierhin gebracht, wo ich jetzt bin. Wäre ich auf diesem Weg auch kaputt gegangen? Weil ich icht wusste, dass ich ADHS / Asperger bin? Wäre ich an den vielen Fragen, die mir im Kopf schwirren, an den vielen Geräuschen, an den vielen Flüchtigkeitsfehlern genaus so zerbrochen?
Oder wäre es doch anders verlaufen? Wäre ich noch immer ADHS / Asperger, aber sie hätte mir helfen können? Sie hätte mich in vielen Momenten auffangen und wieder aufrichten können? Wäre sie der richtige Mensch dafür gewesen, oder wäre sie daran nervlich zu Grunde gegangen, oder hätte gar keine Lust gehabt, sich damit zu beschäftigen und hätte mich fallen lassen?????
We will never know oder so *gg*...
Auf jeden Fall: es wäre schon interessant zu wissen, was sie heute macht, wie viele Kinder sie inzwischen hat und ob ihre Figur immer noch so toll ist ;-)